Cybersecurity Trends 2024

6 Cybersecurity Trends für 2024

Zukunft der Cybersecurity  – Trends 2024

Die Cybersecurity-Landschaft entwickelt sich ständig weiter. Auch 2024 bringt eine Vielzahl neuer Trends und Herausforderungen mit sich. Von der Post-Quanten-Kryptografie bis hin zu Managed Services. Managed Services sollen Fachkräfte entlasten und Quantencomputer stehen für neue Gefahren. Das heißt: Es gibt zahlreiche Entwicklungen, die Unternehmen im Auge behalten sollten. Hier sind sechs der wichtigsten Cybersecurity-Trends für das Jahr 2024.

1. Post-Quanten-Kryptografie

Cybersecurity Trends  2024 - Post-Quanten-Kryptografie

Vorbereitung auf die Quantenrevolution

Die Entwicklung von Quantencomputern stellt eine erhebliche Bedrohung für herkömmliche Verschlüsselungsmethoden dar. Diese leistungsstarken Maschinen könnten in der Lage sein, derzeit sichere Verschlüsselungen zu knacken. Deshalb gewinnt die Post-Quanten-Kryptografie (Info BSI) zunehmend an Bedeutung. PQC zielt darauf ab, Verschlüsselungsverfahren zu entwickeln, die auch gegenüber den Fähigkeiten von Quantencomputern sicher sind. Unternehmen müssen sich auf diese technologische Umwälzung vorbereiten, indem sie ihre Verschlüsselungen aktualisieren und zukunftssichere Lösungen implementieren.

Übergangsstrategien entwickeln

Der Übergang zu post-quanten-sicheren Algorithmen erfordert ein sorgfältiges Einführen. Unternehmen sollten jetzt beginnen, ihre Verschlüsselungen zu evaluieren und Übergangsstrategien zu entwickeln. Nur so können Sie sicherstellen, für die Realität „Quantencomputer“ bereit zu sein. Dazu gehört auch die Schulung von IT-Fachkräften und die Zusammenarbeit mit Anbietern, die PQC-Lösungen anbieten.

2. KI und Vertrauen

Vertrauen in Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) spielt eine immer größere Rolle in der Cybersecurity. Von der Bedrohungserkennung bis zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle – KI kann Sicherheitsprozesse automatisieren und verbessern. Doch mit der zunehmenden Bedeutung von KI (zum Beispiel XDR Cybersecurity) wächst auch das Bedürfnis nach Vertrauen in diese Technologien. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre KI-Systeme transparent, erklärbar und frei von Vorurteilen sind.

Sicherstellung der Transparenz

Die Transparenz und Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen ist entscheidend. Denn aktuell sind KIs oft noch anfällig für Rassismus, Vorurteile und Verschwörungstheorien. Das heißt, wir brauchen Mechanismen zum Überprüfen und Validieren der Entscheidungen, die von KI getroffen werden. Zudem sollten Unternehmen sicherstellen, ihre KI-Modelle regelmäßig auf Genauigkeit und Fairness zu überprüfen. So vermeiden sie unerwünschte Verzerrungen und zusätzliche Sicherheitsrisiken.

3. Wechselwirkungen zwischen Nachhaltigkeit und Cyber-Sicherheit

Nachhaltigkeit und Cybersecurity Hand in Hand

Nachhaltigkeit ist zukünftig ein zentrales Thema in der Unternehmensstrategie. Dies hat auch Auswirkungen auf die Cybersecurity. Die Wechselwirkungen zwischen Nachhaltigkeitsinitiativen und Cyber-Sicherheit sind vielfältig. Einerseits können nachhaltige Praktiken wie energieeffiziente Rechenzentren die Sicherheitsinfrastruktur verbessern. Andererseits können neue Technologien und Praktiken zur Förderung der Nachhaltigkeit neue Sicherheitsherausforderungen mit sich bringen.

Integration von Sicherheits- und Nachhaltigkeitsstrategien

Unternehmen sollten darauf hinarbeiten, ihre Sicherheits- und Nachhaltigkeitsstrategien aufeinander abzustimmen. Dies können energieeffiziente Sicherheitslösungen, schmalere Prozesse, oder Reduzieren des CO2-Fußabdrucks von IT-Systemen. Eine ganzheitliche Strategie, die beide Aspekte berücksichtigt, kann langfristig sowohl die Sicherheit als auch die Nachhaltigkeit des Unternehmens verbessern. Denn einfach immer nur „mehr“ von allem ist selten die beste Lösung.

4. Infrastrukturelle Resilienz

Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen

In einer zunehmend vernetzten Welt ist die Resilienz der Infrastruktur gegenüber Cyberangriffen von größter Bedeutung. Unternehmen müssen ihre Systeme und Netzwerke von Grund auf robust planen. So halten sie nicht nur Angriffen besser stand und erholen sich schneller – die Systeme sind auch weniger kostenintensiv zu schützen. Dies umfasst sowohl physische als auch digitale Sicherheitsmaßnahmen.

Schlanke Strukturen, Notfallpläne und Redundanzen

Eine starke infrastrukturelle Resilienz erfordert schlanke Strukturen, umfassende Notfallpläne und Redundanzen. Unternehmen sollten regelmäßige Risikoanalysen und Sicherheitsübungen durchführen. So identifizieren und beheben sie Schwachstellen. Darüber hinaus ist das Einrichten redundanter Systeme und Datenbackups entscheidend. So können Sie im Falle eines Angriffs oder Ausfalls den Betrieb aufrechtzuerhalten oder zumindest schnell wiederherstellen.

5. Managed Services entlasten Fachkräfte

Cybersecurity Trends 2024: Outsourcing von Cybersecurity

Der Fachkräftemangel in der Cybersecurity-Branche ist und bleibt eine Herausforderung. Managed Services bieten hierfür eine extrem günstige, sehr sichere und pragmatische Lösung. Im Prinzip lagern Sie Ihre Probleme an spezialisierte Sicherheitsdienste aus. Dies ermöglicht es Ihnen, von der Expertise externer Fachleute zu profitieren und gleichzeitig ihre internen Ressourcen zu entlasten. Meistens sind spezialisierte MDR-Services, qualifizierter, mehr up-to-date und viel besser verfügbar als interne Teams – und das bei weniger Kosten und interner Strukturen.

Vorteile von Managed Services

Managed Security Service Provider (MSSPs) bieten eine Vielzahl von Diensten, darunter Bedrohungsüberwachung, Incident Response und Compliance-Management. Durch die Zusammenarbeit mit MSSPs können Sie Ihre Sicherheitslage verbessern, ohne Zeit und Geld in umfangreiche interne Ressourcen investieren zu müssen. Dies ist besonders für kleine und mittelständische Unternehmen von Vorteil, welche nicht über die Kapazitäten verfügen, ein eigenes Sicherheitsteam aufzubauen und zu unterhalten.

6. NIS2

Cybersecurity Trends 2024 - NIS2Verschärfte Anforderungen an die Cybersicherheit

Das gehört nicht unbedingt zu den Cybersecurity Trends 2024. Vielmehr ist es eine Pflicht, um die sich viele kümmern müssen. Die neue EU-Richtlinie NIS2 (Network and Information Systems Directive 2) tritt in Kraft und bringt verschärfte Anforderungen an die Cybersicherheit mit sich. Diese Richtlinie zielt darauf ab, die Cyberresilienz in kritischen Sektoren zu erhöhen und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten zu verbessern. Unternehmen in der EU müssen sich auf strengere Sicherheitsanforderungen und Meldepflichten einstellen.

Vorbereitung auf NIS2

Unternehmen sollten frühzeitig damit beginnen, die Anforderungen der NIS2-Richtlinie (Info BSI) zu verstehen und umzusetzen. Dies beinhaltet Risikoanalysen, das Implementieren robuster Sicherheitsmaßnahmen und das Schulen von Mitarbeitern in Bezug auf die neuen Compliance-Anforderungen. Eine enge Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden und Sicherheitsexperten kann ebenfalls helfen, die Übergangsphase reibungslos zu gestalten.

Ist NIS2 für sie überhaupt relevant? Lesen Sie hier: KRITIS: Was ist das und warum ist es wichtig?

Fazit für die Cybersecurity Trends 2024

Die Cybersecurity-Landschaft entwickelt sich ständig weiter. Auch 2024 bringt eine Vielzahl neuer Trends und Herausforderungen mit sich. Unternehmen müssen proaktiv bleiben und sich auf diese Veränderungen vorbereiten, um ihre Sicherheitslage zu stärken. Von der Post-Quanten-Kryptografie über Künstliche Intelligenz bis hin zu Managed Services und neuen regulatorischen Anforderungen. Für Unternehmen heißt es, sich Schritt für Schritt den Veränderten Bedingungen anzupassen. Dabei sollten sie nicht vergessen auch die neuen Möglichkeiten zu nutzen um sich das Leben zu erleichtern. 

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